Freitag, 12. Juli 2013

Wo geht es hin mit dem Eissport in Halle?



 
Banges Warten prägten die letzten Wochen bei vielen Anhängern des Eissportes in der Saalestadt, denn wie bereits berichtet (siehe Beitrag), wurde Anfang Juni die Eissporthalle am Gimritzer Damm vom stärksten Hochwasser seit 400 Jahren heimgesucht und mehr als beträchtlich beschädigt.

Wie sollte es nun mit der Volksbank Arena und dem Eissport in Halle (Saale) weitergehen?
Denn ohne Spielstätte und vor allem ohne Eis hätte sich die ab September kommende Saison ab für den MEC 04  und den ESV wohl erledigt. Und damit wären wohl auch die Schicksale dieser beiden Vereine und über 400 Sportler (Eishockeyspieler und Eiskunstläufer/innen) verbunden gewesen. Zwar hatten die Mitglieder, Freunde und Fans eine Woche nach dem Hochwasser begonnen die Halle aufzuräumen, aber wer würde für die Kosten zur Instandsetzung der Kabinen und technischen Einrichtungen aufkommen?


Aus Sicht der Stadt und des Oberbürgermeisters war und ist die alte Halle nicht mehr nutzbar und soll in naher Zukunft abgerissen werden. Dem stand die Meinung der Vereine gegenüber, denn sie gehen davon aus, dass die Halle doch nutzbar wäre. Doch der Hauptgeldgeber zum Betreiben der Eishalle ist nun einmal die Stadt und sitzt damit auch am längeren Hebel. Deswegen gab es mehrere Zusammenkünfte zwischen Stadtspitze und dem Vereinsführungen.

Und letztendlich hat es am 03.07.2013 (zumindest an der Aussage des Oberbürgermeisters gemessen) ein positives Ende gefunden. Denn es soll ab September Eis in der Messehalle geben und die Vereine werden dort zu gleichen Konditionen trainieren und spielen können.

Die Eissportler soll nun für eine Übergangszeit von zwei Jahren in die Halle Messe umziehen, damit dies für den Abriss und einen Ersatzneubau am Gimritzer Damm genutzt werden kann. Der Standort wurde mit der verkehrsgünstigen Lage und den Einschränkungen vom Standort bei den dafür benötigten Fördermitteln begründet. Denn nach der Aussage dazu könnten wohl nur Objekte mit unmittelbaren Flutschäden gefördert werden und es sollte dann auf dem gleichen Standort hinauslaufen. Aber diese soll dann natürlich hochwassersicher gemacht werden, denn was bringt eine Investition von 9 bis 25 Millionen Euro, wenn diese beim nächsten Hochwasser wieder zerstört wird.

Aus diesem Grund soll bei der Planung der neuen Halle diese erhöht gebaut werden und auch der Hochwasserschutzdamm soll auf die andere Seite der Halle verlegt werden.

Aber das ganze Projekt erhalt Eissport hängt noch von vielen unsicheren Faktoren ab, denn für den Umzug muss erst einmal eine neue mobile Eisanlage beschafft werden. Diese Anschaffung muss (mit eventueller Rückzahlung aus Flutgeldern) aus dem Stadthaushalt erfolgen und dort erfordert es eine Zustimmung vom Stadtrat. Es müssen Plätze für Zuschauer und Mannschaftskabinen in der Messe eingerichtet werden.


Und dann ist noch der größte Punkt offen, denn der vom Bundestag und Bundesrat beschlossene Fluthilfefond muss noch einem Ersatzneubau zustimmen und dafür die 9 bis 25 Millionen Euro freigeben. Also weiterhin alles in der Schwebe und Anhänger des Eissports können den Oberbürgermeister wohl nur regelmäßig an seine Zusagen erinnern.

Hierüber berichtete auch Hallespektrum in seinem Artikel berichtet.

Mehr Bilder zum Hochwasserschaden gibt es hier zu sehen.

Was auch meiner Sicht in diesem Zusammenhang übrigens ziemlich seltsam wirkt ist, dass es am 03.07.2013 auf der Stadtseite eine Pressemitteilung zu diesem Thema gab und dort die entsprechenden Fakten (Neubau, Umzug, Eislage, etc.) aus der dort stattgefundenen Pressekonferenz aufgeführt wurden. Diese Pressemitteilung ist auch noch ein der Seite des MEC 04 als Screenshot zu sehen, aber auf der Stadtseite war die Meldung bereits am Abend des 03.07. wieder völlig verschwunden. Sollte das den außenstehenden Betrachter zu denken geben?

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Unterwegs in und um Halle (Saale) und dort bei den Bewertungen aktiv. Hinzu kommt noch meine alte Heimat Leinefelde und meine zwischenzeitlicher Wohnort Berlin.